Die digitalen Wiederbelebung eines verlorenen Kulturerbes
Um das Jahr 1546 ließ Kurfürst Friedrich II. im Bellheimer Wald ein prachtvolles Jagdschloss errichten, das nach einer rund zehnjährigen Hauptbauzeit und nachfolgenden jahrzehntelangen Erweiterungen im Dreißigjährigen Krieg (um 1623) erstmals schwer beschädigt, danach wieder instand gesetzt und genutzt, und schließlich Anfang der 1640er-Jahre endgültig zerstört wurde.
Durch historische Recherchen, moderne Technologien entsteht eine virtuelle Rekonstruktion welche das Jagdschloss Friedrichsbühl digital erlebbar macht – detailreich und fundiert dokumentiert.
Entdecken Sie mit uns die Spuren eines verschwundenen Renaissance-Schlosses und die Geschichte dahinter – bewahrt im einzig verbliebenen steinernen Zeugnis: dem Portal von Friedrichsbühl.

Historische Recherche
Wir analysierten Literatur und Zeitzeugnisse, für ein möglichst genaues Bild des Schlosses.
Digitale Analyse
Mit modernsten Methoden rekonstruierten wir Geländeformen und mögliche Grundrisse.
3D-Rekonstruktion
Basierend auf allen Erkenntnissen entstand ein detailreiches 3D-Modell – als mögliche Darstellung des Originals.
Digitale Präsentation
Webseite und eine Augmented Reality Anwendung (AR) machen heute das Schloss Friedrichsbühl für alle zugänglich.
Gerenderte Ansichten und KI-gestützte Rekonstruktionen
Digitale Impressionen des Schlosses
Visionär, Bauherr und Fürst der Renaissance
Pfalzgraf Friedrich ll.

Friedrich II. von der Pfalz, Gemälde von Hans Besser, 1546
Als Kurfürst prägte Friedrich II. im 16. Jahrhundert die Kulturlandschaft der Pfalz. Mit Leidenschaft für Architektur und Repräsentation ließ er zahlreiche Bauwerke errichten – darunter auch das Jagdschloss Friedrichsbühl. Seine Ideen und sein Gestaltungswille bilden das historische Fundament unseres Projekts. Die digitale Rekonstruktion folgt seinem Geist: ambitioniert, detailverliebt und der Geschichte verpflichtet.
Eine Übersicht seiner beauftragten Werke:
Ein Meisterwerk der Renaissance mit lichtdurchfluteter Architektur – erbaut zur Repräsentation der kurfürstlichen Macht und des kulturellen Anspruchs Friedrichs II.
Die Herausforderung
Rekonstruktion ohne Bilder
Die Visualisierung von Schloss Friedrichsbühl basiert nicht auf Bauplänen oder Zeichnungen, sondern auf Fragmenten der Vergangenheit: alten Textquellen, Lidar-Daten, Reparaturlisten und stilistischen Vergleichen. Mit wissenschaftlicher Sorgfalt und kreativer Vorstellungskraft entsteht so eine fundierte, mögliche Darstellung – ein digitales Erinnerungsbild eines längst verschwundenen Renaissance-Schlosses.
- Historische Textauswertung
- Lidar- & Geländeanalyse
- Architektonische Stilvergleiche
- Analyse mittels KI-Modellen



